Der Silken Windsprite ist ein zauberhafter, mittelgroßer Windhund, der seit 60 Jahren in den USA unter der Bezeichnung "Longhaired Whippet" gezüchtet wird. In Europa ist er noch sehr selten, in Deutschland wird er seit 2002 gezüchtet, und mittlerweile gibt es hierzulande über dreihundert Hunde dieser Rasse.     Der Silken Windsprite ähnelt im Exterieur sehr dem Whippet, bis auf das seidige, feine aber schützende Fell.  Der "Gründer" der Rasse, ein Whippetzüchter namens Walter A. Wheeler jun. berief sich darauf, dass auch unter den "normalen" kurzhaarigen" Whippets immer wieder das "Langhaar-Gen" auftauchen würde – ähnlich wie bei Weimaranern. Sein erklärtes Ziel war es, langhaarige Whippets zu gewinnen, wie sie auf alten Gemälden aus dem 15. Jahrhundert zu sehen sind. Wobei angemerkt werden muss: Rassestandards gib es erst seit dem 20. Jahrhundert, und jeder kleinwüchsige Windhund wurde im 18. und 19. Jahrhundert "Whippet" oder "Windspiel" genannt. Ob die langhaarigen Whippets, die Wheeler auf den Gemälden entdeckte, wirklich das waren, was wir heute unter einem Whippet verstehen, sei dahingestellt. In jedem Fall besitzt die Rasse mittlerweile einen eindeutigen, unverwechselbaren Typ. Es gibt sie in allen Farben.   Der Silken Windsprite ist ein eleganter, hinreißender, sehr freundlicher und liebenswürdiger Hund, dessen mittellanges, pflegeleichtes Fell nur alle paar Tage gebürstet werden muss. Er besitzt nur sehr wenig Jagd- oder Hetztrieb (bis auf wenige Ausnahmen, die wie immer die Regel bestätigen), was ihn zu einem unkomplizierten Begleiter in Wald und Flur und einem geradezu idealen Reitbegleithund macht. Er bindet sich sehr stark an Menschen und lässt sie nur ungern aus den Augen, macht dafür aber jeden Unsinn mit. Der Silken Windsprite bellt kaum und wahrt die würdevolle Haltung, die für Windhunde so typisch ist, lässt sich aber gleichzeitig leicht erziehen und möchte durchaus gefordert werden. Im Gegensatz zu den meisten "typischen" Windhundrassen eignet sich der Silken Windsprite sehr gut für Obedience, Agility oder Dogdancing, einige "Windsprites" lassen sich mit großem Hurra fürs Coursing und die Rennbahn begeistern - möchten aber anschließend am liebsten auf einem bequemen Bett oder Sofa loungen und ihre Ruhe haben.  Aufgrund der Einkreuzung von Shelties kann es bei Silken Windsprites zu den Gen-Defekten wie CEA (Collie Eye Abnormalie) und / oder MDR1  kommen. Die Welpen und Zuchthunde des SWC werden aus diesem Grund seit Jahren getestet und auch Verpaarungen entsprechend so vorgenommen, um diese Defekte in naher Zukunft vollständig ausschließen zu können.  Silken Windsprites sind niemals aggressiv und gehen sehr umsichtig mit Menschen um - auch mit ganz kleinen Kindern, was sie zu idealen Therapie- und Familienhunden macht.  
Der Silken Windsprite
Besucherzaehler